Call for Papers
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Themenheft 2026
Emotionen und Zukunftsforschung
Zur Rolle affektiver Dimensionen in der Konstruktion, Kommunikation und Gestaltung von Zukünften
Zukünfte bewegen. Sie berühren, irritieren, ängstigen – und sie motivieren. In der Auseinandersetzung mit zukünftigen Entwicklungen spielen Emotionen eine zentrale, bislang jedoch häufig vernachlässigte Rolle. Gerade im Kontext multipler Krisen – von Klimawandel über politische Instabilität bis hin zu technologischen Umbrüchen – rücken affektive Dimensionen in den Fokus der Zukunfts- und Transformationsforschung. Dieser Call lädt zu Beiträgen ein, die sich mit der komplexen Beziehung zwischen Emotionen und Zukunftsforschung auseinandersetzen. Gefragt sind theoretische, methodische und praktische Perspektiven darauf, wie Emotionen die Konstruktion, Kommunikation und Nutzung von Zukunftsbildern beeinflussen. Wir setzen damit die Diskussionen fort, die mit dem Band Gefühlte Zukunft. Emotionen als methodische Herausforderung für die Zukunftsforschung (herausgegeben von K. Schäfer, K. Steinmüller und A. Zweck, Springer, 2022) angestoßen wurden.
Themenfelder (u.a.):
- Inwiefern sind Emotionen konstitutiv für das Denken über Zukünfte?
- Wie können Emotionen systematisch in die Entwicklung von Szenarien, Visionen und Narrativen integriert werden?
- Welche methodischen Implikationen ergeben sich aus der Berücksichtigung emotionaler Faktoren in Foresight-Prozessen?
- Welche Rolle spielen die eigenen Emotionen der Forschenden in Vorausschauprozessen?
- Inwiefern besteht das Risiko, dass Emotionen zur Verstärkung oder Bildung von kognitiven Verzerrungen führen?
- Welche transformativen Potenziale liegen in der bewussten Einbindung emotionaler Reflexionen in Antizipations- und Lernprozesse?
- Welche Bedeutung haben emotionale Bedeutungszuschreibungen für die Entwicklung und gesellschaftliche Etablierung von Innovationen und Technologien?
- Welche methodischen Potenziale bieten immersive Medien und Technologien für die Verstärkung emotionaler Resonanz bei der Kommunikation von Zukunftsszenarien?
- Wie prägen kulturelle Unterschiede die emotionale Deutung von Zukunftsszenarien, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für internationale Transformationsprozesse
Ziel des geplanten Formats ist es, die enge Verflechtung von Kognition und Emotion in allen Phasen der Zukunftsgestaltung sichtbar zu machen – von den philosophischen Grundlagen über psychologische und neurowissenschaftliche Perspektiven bis hin zu praktischen Anwendungen in Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Transformation.
Über die Zeitschrift für Zukunftsforschung
Die Zeitschrift für Zukunftsforschung ZfZ ist ein interdisziplinäres, wissenschaftliches Open-Access-Journal, das seit 2012 im deutschsprachigen Raum erscheint. Die Beiträge decken sowohl methodologische als auch anwendungsorientierte Fragen der Zukunftsforschung im weitesten Sinne ab. Die ZfZ versteht sich als Plattform für den Dialog zwischen Forschung, Praxis, Politik und Gesellschaft. Sie veröffentlicht sowohl theoretische als auch empirische Arbeiten, die sich kritisch und konstruktiv mit der Zukunft auseinandersetzen und neue Perspektiven auf Transformationsprozesse eröffnen.
Mehr Informationen über die Zeitschrift finden Sie hier.
Beitragsformate
Wir freuen uns über Beiträge aus verschiedenen Disziplinen wie Zukunftsforschung, Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Neurowissenschaften, Philosophie und verwandten Feldern. Mögliche Formate sind wissenschaftliche Fachartikel (Double Blind Peer Review) oder Praxis- bzw. Projektberichte.
Mehr Informationen zu den Beitragsformaten finden Sie hier.
Zeitplan
- Abstracts (max. 300 Wörter) bis: 31. Januar 2026
- Benachrichtigung über Einladung des Beitrags: 15. Februar 2026
- Fertige Beiträge bis: 30
. April 2026
- Erscheinungstermin: September 2026
Eichungen und Rückfragen bitte an: redaktion@zeitschrift-zukunftsforschung.de
