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Netzwerk Zukunftsforschung

Aus dem Netzwerk Zukunftsforschung

  1. Board des Netzwerk Zukunftsforschung

1. Zehnjähriges Bestehen des Netzwerk Zukunftsforschung e. V.

Am 19. Oktober 2017 beging das Netzwerk Zukunftsforschung e. V. sein zehnjähriges Bestehen im Harnack-Haus in Berlin. Die Maxime des Jahrestreffens stand ganz im Sinne einer konkreten Öffnung des Netzwerks für den Umgang mit Zukünften in anderen Disziplinen bzw. dem internationalen Umfeld. Dementsprechend konnten unter den 90 Teilnehmenden auch viele Nichtmitglieder begrüßt werden. Anwesend waren u. a. Vertreter des Masterstudiengangs Zukunftsforschung der FU Berlin, dessen Alumni-Netzwerks „Kapitel 21“ sowie des Netzwerks „Strategische Vorausschau“, das seit einigen Jahren im Bereich des Government Foresight erfolgreich tätig ist.

Nach der Begrüßung durch Dr. Roland Nolte und Dr. Edgar Göll vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT), dem diesjährigen Organisator des Jahrestreffens, brachte Riel Miller, Experte für Anticipation and Foresight der UNESCO, mit seinem Vortrag „Transforming the Future“ eine internationale Perspektive ein. Weltweit werden von ihm Future Literacy Workshops durchgeführt, was künftig noch intensiviert werden wird.

Fehlen durfte natürlich nicht der „Rückblick und Ausblick aus dem Board des Netzwerk Zukunftsforschung“. Prof. Dr. Dr. Axel Zweck und Dr. Elmar Schüll rekapitulierten in ihrer Festrede die Entwicklung des Netzwerks von 2007 bis 2017. Neben der feierlichen Gründungsveranstaltung am 7. Mai 2007 in Salzburg, in deren Rahmen die Gründungserklärung des Netzwerks Zukunftsforschung verfasst und von 31 Gründungsmitgliedern unterzeichnet wurde, beschrieb Axel Zweck die Aktivitäten der verschiedenen Arbeitsgruppen sowie die zahlreichen Herausforderungen, die das Netzwerk im Laufe der Jahre zu bewältigen hatte. Elmar Schüll betonte, dass das Netzwerk in den ersten Jahren vor allem mit sich selbst und der eigenen Konstituierung befasst war. Auf diese erste Phase, in der organisatorische Belange und der Austausch über ein gemeinsam getragenes Selbstverständnis über Zukunftsforschung im Mittelpunkt standen, folgten erste Aktivitäten, die nach außen wirkten und im Ergebnis strukturbildenden Charakter hatten. Als Keimzelle war das Netzwerk an der Entstehung von Lehrangeboten, Publikationsorganen und einer intensiven Befassung mit Gütekriterien und Standards der Zukunftsforschung beteiligt. Eine wesentliche Herausforderung wird es in Zukunft sein, das Netzwerk Zukunftsforschung weiter zu einem Ort der Begegnung, des fachlichen Austauschs und der Ideenentwicklung zu machen

Der Blick junger ZukunftsforscherInnen auf ihre Disziplin wurde von Vertretern des Masterstudiengangs der FU Berlin bzw. des „Kapitel 21“ vorgetragen. Im Anschluss machte Prof. Dr. Klaus Brake vom Center for Metropolitan Studies der TU Berlin mit seinem ausführlichen Erfahrungsbericht über die „Berlin-Studie“ deutlich, dass in einem solchen Stadtentwicklungsprojekt „viel Zukunftsforschung enthalten“ ist. Ergänzend wurden aus weiteren Disziplinen Sichtweisen, Erfahrungen und Fragestellungen über den jeweiligen Umgang mit dem Thema Zukünfte vorgetragen. Der unterhaltsame Science Slam „Future Studies“ von Dr. Karlheinz Steinmüller fungierte als Einstieg in eine lebendige Fishbowl-Session, moderiert von Prof. Dr. Lars Gerhold. Damit gab es einen interessanten Austausch über Zukünfte der Zukunftsforschung im Netzwerk und darüber hinaus – z. B. die Herausforderung, noch mehr Menschen mit Zukunftsdenken vertraut zu machen. Nach einem Resumee aller Board-Mitglieder des Netzwerk Zukunftsforschung bestand bei einem geselligen Abend die Möglichkeit des weiteren Austausches bzw. Networkings.

Methodenarbeitskreis

Das Thema „Zukunftsforschung trifft Philosophie – Narratologie und Hermeneutik“ stand im Mittelpunkt des Treffens des Methodenarbeitskreises des Netzwerks Zukunftsforschung e. V. am 22. November 2017 an der FU Berlin. Mit rund 40 TeilnehmerInnen, die sich aus Mitgliedern des Netzwerks, Studierenden und Dozenten des Masterstudiengangs für Zukunftsforschung, Mitgliedern des Alumni-Netzwerks „Kapitel 21“ und weiteren interessierten Gästen zusammensetzten, war das Treffen sehr gut besucht. Spannende Einblicke in das Veranstaltungsthema lieferte der Vortrag „Vorausschauendes Denken“ von Dr. Bruno Gransche. Angereichert wurden seine Überlegungen durch Impulsvorträge von Nele Fischer zur „Sprache als Denkrahmen“, von Christian Neuhaus zum „Prinzip Zukunft“ sowie von K. Christoph Keller über die „Causal Layered Analysis“. Entwickelt und vorbereitet hatten die Veranstaltung K. Christoph Keller und Dr. Birgit Weimert mit Unterstützung von Karlheinz Steinmüller und Bernhard Albert, der die Veranstaltung auch moderierte. In einem Thesenpapier wurden die wesentlichen Ergebnisse der Veranstaltung zusammengefasst.

Das Board des Netzwerk Zukunftsforschung

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