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Editorial

1. Editorial

Am 19. Oktober dieses Jahres konnte das Netzwerk Zukunftsforschung sein zehnjähriges Jubiläum im Rahmen der diesjährigen Tagung in Berlin feiern. Auf der gut besuchten Tagung kamen namhafte Redner aus dem In- und Ausland zu Wort. Zentrales Thema war neben der Öffnung des Netzwerkes gegenüber der Auseinandersetzung mit den Zukünften anderer Disziplinen auch ein Rückblick auf die Entwicklung der deutschsprachigen Zukunftsforschung. Hier wurde deutlich, dass die Zukunftsforschung in den letzten zehn Jahren deutliche Fortschritte in Richtung einer wissenschaftlichen Fachdisziplin gemacht hat. Dies wurde unter anderem an der Entstehung einer Fachgemeinschaft festgemacht, die um wissenschaftliche Standards und Gütekriterien ebenso ringt, wie um den Austausch zwischen Zukunftsforschern oder die Weiterentwicklung methodischer Konzepte und Instrumente.

Ebenso deutlich wurde, wie wesentlich begutachtete Fachzeitschriften für eine lebendige und seriöse Fachszene sind. Dementsprechend fand die seit 2012 erscheinende „Zeitschrift für Zukunftsforschung“ positive Erwähnung im Hinblick auf ihren Beitrag zum Austausch innerhalb der deutschsprachigen Zukunftsforschung wie auch für ihre Einblicke in die Ergebnisse angewandter Zukunftsforschung selbst und über deren Grenzen hinweg.

Damit eingereichte Artikel der Forschungsgemeinde noch schneller veröffentlicht werden können, haben Redaktion und Herausgeber beschlossen, begutachtete Beiträge zukünftig direkt nach dem Review-Prozess online verfügbar zu machen. Die Beiträge werden am Ende eines Jahres zu einer Ausgabe zusammengefasst. Das Herausgeberteam sieht dies als Weg, den Autoren zu einer möglichst zeitnahen Publikation zu verhelfen und die Leser noch schneller mit aktuellen Beiträgen aus der wissenschaftlichen Zukunftsforschung zu versorgen.

In der vorliegenden Ausgabe der Zeitschrift für Zukunftsforschung liegen zwei spannende Beiträge vor:

Im Beitrag von Fabian Schroth und Hannah Glatte werden Ansätze der Zukunftsforschung und des Designs mit dem Ziel verbunden, für das Entwickeln sozialer Innovationen einen geeigneten Raum für Ideen zu schaffen. Es wird ein zweitägiges Workshop-Format vorgestellt, in dem die Teilnehmenden beim Entwickeln pfadabweichender Ideen unterstützt und zugleich mögliche Anwendungen berücksichtigt werden. Aus unterschiedlichen Anforderungen bezüglich Praxis, Auswahl der Teilnehmenden und Methoden wird schließlich weiterer Forschungsbedarf für die Verbindung von Zukunftsforschung und Design abgeleitet.

Der zweite Beitrag von Lars Gerhold und Roman Peperhove befasst sich mit den Ergebnissen einer Expertenbefragung zur Zukunft der Sicherheitsforschung in Deutschland. Entlang von sieben Thesen wird ein Zukunftsbild zur Sicherheitsforschung für das Jahr 2030 entwickelt. Der Beitrag kristallisiert unter anderem Diskrepanzen zwischen den erwarteten und gewünschten Entwicklungen für die Sicherheitsforschung im Jahr 2030 heraus.

Herausgeber wie Redakteure der „Zeitschrift für Zukunftsforschung“ wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und ein erfolgreiches Jahr 2018!

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