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Editorial

1. Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

dank des wachsenden Interesses an dieser Zeitschrift und der stetig steigenden Zahl an Einreichungen präsentieren wir Ihnen heute bereits die zweite Ausgabe der Zeitschrift für Zukunftsforschung im Jahr 2014. Mit drei spannenden Beiträgen von Karlheinz Steinmüller, Axel Zweck sowie Markus Thoennes und Alexander Busse laden wir Sie erneut herzlich ein, sich über aktuelle Forschungsergebnisse aus der deutschsprachigen Zukunftsforschung zu informieren.

Karlheinz Steinmüller hat bereits in den ersten drei Ausgaben einen umfassenden Abriss zur Zukunftsforschung in Deutschland vorgelegt. Der vierte und letzte Beitrag zur historischen Entwicklung arbeitet unter dem Titel „Aufstieg und Niedergang der Prognostik. Zukunftsforschung in der DDR“ einen bislang nur wenig beachteten Part der Wissenschaftshistorie auf: die Entwicklungen der Zukunftsforschung in der Deutschen Demokratischen Republik. Im Fokus des Beitrages steht das Spannungsverhältnis der Befassung mit Zukunftsfragen zur kommunistischen Ideologie des Staatsapparates.

Axel Zweck fragt in seinem Aufsatz nach den möglichen Beiträgen der Innovationsforschung für die Zukunftsforschung. Der Autor stellt die beiden Forschungszweige gegenüber, ordnet sie theoretisch ein und sucht nach den Potenzialen, die sich aus der Innovationsforschung für die Zukunftsforschung ergeben. Der Beitrag zeigt, dass bislang viele Erkenntnisse der Innovationsforschung in der Zukunftsforschung nicht genutzt werden.

Ein aktueller Fall aus der Praxis der Zukunftsforschung steht im Zentrum des Projektberichts von Markus Thoennes und Alexander Busse. Ihr Beitrag „Experteneinschätzung quantitativer technischer Parameter – Erkenntnisse einer Delphi-Studie zum Einsatz von Brennstoffzellen im Kraftfahrzeug“ stellt aktuelle Ergebnisse einer webbasierten Delphi-Studie vor. Zur Analyse des technologischen Potenzials von Brennstoffzellensystemen haben die Autoren die in diesem Beitrag vorgestellte Studie zur quantitativen Entwicklung technologischer Leistungsparameter von automobilen Brennstoffzellensystemen mit einem zeitlichen Horizont bis 2030 durchgeführt. Der Beitrag geht dabei insbesondere auf methodische Besonderheiten und Herausforderungen bei der Delphi-Studie ein.

Das Board des Netzwerks Zukunftsforschung berichtet über das spannende Jahrestreffen 2014, bei welchem unter anderem neue Mitglieder in das Steuerungs- und Entscheidungsboard gewählt sowie verschiedene Aktivitäten, darunter ein Preis für Abschlussarbeiten und eine neue Strategie zur Öffentlichkeitsarbeit, beschlossen wurden.

Darüber hinaus freuen wir uns, seit dieser Ausgabe Andreas Weßner als neues Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Zukunftsforschung begrüßen zu können. Dipl.-Sozialwiss. Andreas Weßner, Mag. rer. publ. studierte Diplom-Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Wirtschaftswissenschaft und Soziologie an der Universität Koblenz-Landau sowie Verwaltungswissenschaften an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Bereits während seines sozialwissenschaftlichen Studiums beschäftigte er sich im Rahmen von Projektarbeiten mit strategischer Zukunftsforschung im Unternehmen. Seit 2011 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technologie und Arbeit (ITA) an der Technischen Universität Kaiserslautern tätig.

Die nächste Ausgabe unserer Zeitschrift erscheint im ersten Halbjahr 2015, Beiträge können noch bis zum 30. März 2015 themenoffen eingereicht werden. In der zweiten Jahreshälfte 2015 wird es zudem erstmals eine Schwerpunktausgabe zum Thema „Soziale Innovationen“ geben.

Wir wünschen Ihnen eine angeregte und anregende Lektüre!

 

Eva Cebulla, Kerstin Cuhls, Lars Gerhold, Roman Peperhove, Dirk Steinbach, Birgit Weimert, Andreas Weßner und Axel Zweck

  

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